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2012, Bericht C

In Uncategorized, Wochenbericht am 27. Februar 2012 von braendli

Hipp hipp hurra, der hundertste Bericht aus Norwegen. Danke euch, die schon so lange ausgehalten haben. Man darf sich übrigens jederzeit abmelden, ohne dass ich böse bin.
Wie im ersten Bericht stehen auch mit dem hundertsten grössere Veränderungen vor der Tür. Wir, das heisst Øyvind (ich hatte bis jetzt nicht viel Fiduz und Energie, zudem sah ich die Dringlichkeit nicht wirklich) hat schon viele Zügelkisten gepackt. Am Donnerstagnachmittag übernehmen wir das neue Zuhause und der Plan ist, mit einem Büsli voll mit Zügelgut vorzufahren. Auch am Freitagabend ist geplant eine Landung zu zügeln. Am Wochenende haben wir Möbelträgerhilfe bestellt. So hoffen wir am Wochenende am neuen Ort schlafen zu können. Bis dann müssen wir einen Herd gefunden haben, aber auf dem Gebrauchtmarkt im Internet gibt es ein paar Angebote. Wir können noch nicht zuschlagen, da wir den Herd nicht transportieren können, bevor wir das Büsli ausleihen können. Am Montag oder Mittwoch nächste Woche kommt dann der Kühlschrank und der Gerfrierer von Bestbuy.no. Die konnten am schnellsten liefern. Wir können ja nicht bis Mitte März ohne Kühlschrank sein, wie es die normalen Elektrogerätelieferanten gerne gehabt hätten.
Am letzten Dienstag waren wir den Verkaufsvertrag für unsere Wohnung unterschreiben. Die Übernahme findet am 12. April statt. Uns wäre eine Übernahme Anfangs April lieber gewesen, aber die Käufer wollten nicht vor dem ersten Mai übernehmen. So handelte der Makler einen Kompromiss aus.
Am Wochenende konnte ich Øyvind endlich zum Arzt zerren. Er hat nach der Grippe vor drei Wochen immer wieder Hustenanfälle gehabt, was nun in einer Brustfellentzündung und lädierten Bauchmuskeln resultierte. Als er dann beim Husten nur noch am Boden kauerte, weil er so starke Schmerzen hatte (am liebsten hätte er ja nicht gehustet und schleckte ununterbrochen Hustenzältli), hat er den Widerstand aufgegeben und ist mitgekommen. Er bekam (wieder einmal) eine Packung Voltaren und nun hoffen wir, dass es bald besser wird. Velo fahren tut er noch immer. Er meint, dass öffne die Atemwege viel besser als der übelschmeckende Hustensirup.
Ich hatte heute Nacht noch eine Migräne. Ist wohl alles etwas viel im Moment. Das Kind schien es erneut lustig zu finden, in der Nacht wach zu sein. Es zappelte wie verrückt, nachdem es zuvor drei Tage faul im Bauch gelegen hatte. Diesen Rhythmus finde ich weniger toll, habe ich doch keinen Nachtheuel bestellt.
Zum Schluss noch ein Bild mit (etwas) Bauch, das eigentlich unsere neuste Investierung (ein Sackrolli) zeigen soll. So kann ich zügeln helfen, ohne viel zu tragen.

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2012, Bericht XCIX

In Uncategorized, Wochenbericht am 18. Februar 2012 von braendli

Zuerst muss ich berichtigen, dass Øyvinds Grossmutter letzte Woche nicht den 85igsten sondern den 80igsten Geburtstag gefeiert hat. Es war ein entspannendes Wochenende und ein gelungenes Fest. Es begann mit einer Flugreise nach Oslo. Weiter ging es mit dem Mietauto nach Moss (100 km) und anschliessend entspannten wir uns ein bisschen im Hotel (siehe Bild). Um halb sechs gab es Apero. Für mich gab es einen Most mit Pfirsichgeschmack. Das tönt schrecklich künstlich, war aber viel besser als befürchtet. Wir waren eine kleine aber feine Gesellschaft (12 Personen) und sogar der Partner der Grossmutter war dabei. Das dreigängige Nachtessen war vorzüglich, doch an das Tempo in welchem hier in Norwegen serviert wird, habe ich mich noch immer nicht gewöhnt. Nach dem Essen verschoben wir uns in ein gemütliches Stüblein, wo wir den Abend ausklingen liessen. Am nächsten Morgen erwachte Øyvind das erste Mal seit einer Woche und fühlte sich nicht grippig. Herrlich, auch für mich. Wir frühstückten ausführlich und machten uns mit dem Mietauto auf in Richtung Flugplatz. Gegen fünf Uhr ging ein Wochenende, das vor allem aus warten, reisen, schlafen und essen bestanden hatte, zu Ende.
Am Donnerstag mussten wir die Wohnung auf Vordermann bringen. Es kamen zwei Interessenten für eine Privatbesichtigung. Auch heute haben wir wieder geputzt, denn Morgen ist die offizielle Besichtigung. Øyvind nahm sich einer Wand und den Fenster an, ich schlug mich mit den Jalousien herum. Die haben wir seit unserem Einzug das erste Mal geputzt. Sie hatten es dementsprechend nötig, aber solche will ich am neuen Ort keine haben. Nun hoffen wir, dass morgen viele Interessenten kommen, und vor allem, dass die Wohnung am Montag verkauft wird.
Das Einkaufen zögerten wir bis heute heraus. Stellt euch vor, 14 Tage ist es her, seit unserem letzten Besuch in einem Laden. Die Mäuse im Kühlschrank sind nicht nur ausgehungert, sondern ausgerottet ;) und gut arbeite ich an einem Ort, wo die Proben nach der Analyse aufgegessen werden können. Wir fanden auch Hosenträger, so dass ich die Regenhosen, die nur noch mit offenem Reisverschluss passen, beim Velo fahren nicht mehr verliere. Der Doktor war übrigens gestern mit mir und dem Kind zufrieden. Ich habe keinen Eisenmangel mehr. Ob es an den Randen, am Peterli und an der Eisenpfanne liegt, oder daran, dass sich das Eisenniveau im letzten Drittel der Schwangerschaft meist normalisiert, weiss niemand. Hauptsache alles ist in Ordnung.
Es wird also eine spannende Woche und wer weiss, vielleicht sind wir nächstes Wochenende schon am Packen…

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2012, Bericht LXLVIII

In Uncategorized, Wochenbericht am 11. Februar 2012 von braendli

Die Grippe die Øyvind eingefangen hat, ist hartnäckig. Letzte Woche war er drei Tage zu Hause. Es plagten ihn Fieber und Kopfschmerzen und wenn darauf noch eine Migräne (und die sind bei ihm bekanntlich sehr stark) kommt, wird er nicht schneller gesund. Am Donnerstag hatte er genug vom krank sein und ging wieder arbeiten, obwohl er nicht wirklich gesund war. Er fühlt sich noch immer nicht ganz gesund, das hiesst zeitweise fiebrig. Zudem plagt ihn ein (Reiz-)Husten und als Folge Muskelkater in der Brust. Zum Glück hört der Husten auf, sobald er sich am Abend ins Bett legt. Trotz dieser Unannehmlichkeiten, will er dabei sein, wenn wir mit Øvinds Vater und dessen Frau in ein paar Stunden nach Moss (Ostnorwegen, fast in Schweden) aufbrechen. Wir fliegen nach Oslo und ich habe schon die Flugstützstrümpfe aus Ecuador resp. der Schweiz angeschnallt.
Die 85igste Geburtstagsfeier von Øyvinds Grossmutter findet also statt. Der Lebenspartner der Grossmutter der letzte Woche mit der Diagnose Schlaganfall ins Spital eingeliefert wurde, wurde nach ein paar Tagen wieder entlassen, weil nichts mehr auf einen Schlaganfall deutete, als er aufwachte. Was es war, wissen die Ärzte nicht.
In Sachen Häuser- und Wohnungkauf und –verkauf, haben wir letzte Woche den technischen Gutachter bei uns gehabt. Er hat die Wohnung vermessen, den Fall zum Ablauf in der Dusche überprüft und gemessen, ob es hinter den Plättli im Badezimmer trocken ist. Alles war in Ordnung, mit Ausnahme des Falles zum Ablauf, aber das haben wir gewusst. Gestern wurde das Inserat ins Internet gestellt. Falls es euch interessiert, könnt ihr hier schauen. Ich bin schon ein bisschen stolz auf die Fotos und darauf wie gestriegelt die Wohnung daher kommt. Hoffentlich kommen viele Leute und wir finden mindestens zwei, die die Wohung unbedingt haben wollen.
Soviel für heute, allerseits ein schönes Wochenende.

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2012, Bericht LXLVII

In Uncategorized, Wochenbericht am 5. Februar 2012 von braendli

Heute ist ein grippiger und fauler Tag. Øyvind hat sich vom Bett auf das Sofa bewegt, friert und schwitzt abwechslungsweise, hat Kopfweh und hüstelt ein bisschen. An seinem Arbeitsplatz ist die Grippewelle ausgebrochen und die hat ihn wohl auch erfasst. Ich habe auch nicht viel Energie, schlafe viel und habe auch etwas Kopfweh. Ob ich am selben oder an etwas anderem leide, ist nicht klar. Gut ist Sonntag, da kann man es etwas ‚easy’ nehmen.
Draussen liegt Schnee und es ist richtig Winter. Gestern sind wir vom Velo auf das Auto umgestiegen. Gut waren wir so früh (6.15) unterwegs. Die, die sich gegen sieben aufmachten, standen im Schneechaos und hatten mehr als doppelt so lange um den Arbeitsplatz zu erreichen. Dies. obwohl es in der Nacht nur knapp 10cm geschneit hatte. Für morgen melden die Wetterfrösche fünf Grad und Regnen. Entweder schmilzt die Herrlichkeit dann weg oder es gibt Eis und ein noch grösseres Chaos.
Auch letzte Woche war nicht langweilig. Am Montag waren wir den Vertrag für das neue Haus unterschreiben. Dazu mussten wir nach Stavanger zum Immobilienhändler fahren. Dort trafen wir die jetzige Besitzerin und der Vertrag wurde auf allen Seiten von beiden Seiten unterschrieben. Nach dem Znacht kam der letzte Immobilienhändler sich vorstellen und unsere Wohnung anschauen. Am Dienstag war Øyvind ein guter Sekretär. Er sagte einem Immobilienhändler zu und Zweien ab. Er organisierte die Hypothek für das neue Haus und unterschrieb die neue Gebäudeversicherung. Am Abend mussten wir wieder einkaufen. Diesmal brauchten wir Handtücher mit etwas knalligen Farben, so dass das Bad auf den Verkaufsfotos nicht so bleich aussieht und Früchte, um den Esstisch mit einer Fruchtschale zu dekorieren. Die brasilianischen kernenlosen Trauben sehen zwar schön aus, schmecken aber nach nichts und sind sauer. Am Mittwoch kam der Fotograph. Øyvind empfing ihn, doch was für Bilder er gemacht hat, bleibt eine Überraschung. Über das Wochenende können wir das Wäschestativ wieder aufstellen und Wäsche trocknen. Erst am Mittwoch muss die Wohnung wieder auf Vordermann sein. Dann kommt der technische Gutachter. Am Freitag wird hoffentlich das Inserat erscheinen und am 19. Februar sollte Besichtigung sein. Und wer weiss, vielleicht ist die Wohnung am Montag 20. Februar um 12.00 schon verkauft. Das wäre schön.
Nächstes Wochenende fliegen wir nach Oslo. Øyvinds Grossmutter hat zur Geburtstagsfeier eingeladen. Ob diese wirklich stattfindet, wissen wir noch nicht, da der Lebenspartner der Grossmutter gestern einen Schlaganfall hatte und im Spital liegt. Doch nach Oslo fliegen wir sowieso. Wenn es keine Feier gibt, dann gibt es einen Besuch. Soviel für heute, nun gehe ich die Badezimmerwände putzten. Was geputzt ist, ist schon gemacht für die Wohungsübergabe.

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2012, Bericht LXLVI

In Uncategorized, Wochenbericht am 29. Januar 2012 von braendli

Letzte Woche ist viel geschehen. Wie ich am Mittwoch geschrieben habe, haben wir ein Haus gekauft. Øyvind nutzte das Adrenalin von der Versteigerung und fragte sofort nach dem Zuschlag drei Immobilienverkäufer an, uns ein Angebot für den Verkauf unserer Wohnung zu machen. Alle wollen sie vorbei kommen, mit uns sprechen und unsere Wohnung ansehen. Øyvind konnte ein paar Stunden frei nehmen und hat zwei von drei letzte Woche empfangen und ausgefragt. Er wollte wissen, was wir ändern könnten oder sollten, um die Wohnung möglichst attraktiv zu machen. So waren wir am Freitagabend von Möbelgeschäft zu Möbelgeschäft unterwegs und suchten ein passendes Couchtischchen und einen Teppich darunter. Wir fanden einen schönen weisslasierten Eichentisch, doch da die Lieferzeit drei Wochen war, mussten wir weiter suchen. Auch unsere erste Wahl bei Ikea war ausverkauft, so endeten wir mit der zweiten Wahl von Ikea, ein billiges Eichenimitat. Dieser Tisch kann als Kinderzeichnungstisch ein zweites Leben haben. Auch der Teppich (in einem nderen Format als hier gezeigt) war Aktion. Zudem investierten wir in zwei Orchideen, eine Palme, zwei Gewürzstöcke und Übertopfe für die Pflanzen. Ein weiteres Mal merkten wir, dass wir ein Auto für Personen-und nicht Möbeltransport haben, auch nicht wenn die Möbel flach gepackt sind, alles von Ikea. Die Werkbank und die schweren Maschinen haben wir in der Garage von Øyvinds Vater eingelagert, so dass das Walkincloset besser zu Geltung kommt. Bis die Wohnung verkauft ist, wohnen wir nun sozusagen in einer Wohnausstellung. Es heisst Ordnung halten, aber mir gefällt es.
Wir müssen auch herausfinden, in welchen Kühlschrank, Gefriere, Herd, Backofen sowie in welche Abwaschmaschine wir investieren möchten. All diese Haushaltsgeräte waren nicht inbegriffen im Hauskauf. Es macht Spass Geräte verschiedener Marken zu vergleichen und herauszufinden, welches Gerät am wenigsten Strom- und Wasser braucht. Es überrascht mich, dass es in Norwegen nur ein paar wenige Geräte in jeder Kategorie A++ gibt. Die meisten haben nur ein A+, in der Schweiz gehören A+++ zu dem besten. Es scheint, dass Norwegen nicht so weit entwickelt ist, wenn man Sparsamkeit von Haushaltgeräten ansieht. Es ist ja eigentlich nur der Import, denn die Marken sind etwa dieselben wie in der Schweiz. Aber vielleicht hat man hier einfach genug Strom und Wasser.
Die Temperaturen sind nun auch in Westnorwegen unter den Gefrierpunkt gefallen und die Landschaft liegt unter einer dünnen Schneeschicht. Leider ist es nicht genug zum Langlaufen vor dem Haus und für lange Autofahrten zu den Loipen haben wir neben dem Hauskauf-und Verkauf keine Energie. Schade, aber mit dem wachsenden Bauch, wäre ich wohl auch viel zu langsam unterwegs.
Ich wünsche von Herzen eine gute Woche.

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2012, Bericht LXLIII

In Uncategorized, Wochenbericht am 22. Januar 2012 von braendli

Heute ist der bis jetzt kälteste Tag in diesem Winter (-2.5 grad) und endlich scheint wieder einmal die Sonne. Ich habe schon lange auf Temperaturen unter Null gewartet, weil das Tiefgefrierfach ziemlich vereist war. Ich bin auf kaltes Wetter angewiesen, da das Gefriergut während des Abtau-und Putzprozesses auf der Terrasse unter einer Wolldecke liegen muss. Den Kühlschrank mit Gefrierabteil haben wir mit der Wohnung übernommen. Wir waren mit diesem Gerät nie zufrieden, aber es war uns zugleich zu funktionstüchtig, um es auszutauschen. Einer der Nachteile sind die Kühlelemente im Gefrierer, die schwierig abzutauen und zu trocken sind. Ein bisschen Stolz bin ich, dass ich herausgefunden habe, dass man die Betty Bossy Teighölzer als Werkzeug zum Trocken zwischen dem Gitter brauchen kann (sehe Bild oben recht, zum vergrössern anklicken). Am Freitag hatten wir im Geschäft eine Einführung in das Aufspüren von relevanten Patenten und nun frage ich mich, ob ich den Gebrauch von Teighölzer zum Trocken von dummen Kühlelementen als Erfindung anmelden soll ;) .
Wenn wir nicht die neue Küchemaschine testen (wir haben nun die stärkste mit 1500 Watt Leistung gekauft, respektiv zu Weihnachten bekommen) oder sonstige Hausarbeiten erledigen, schauen wir wieder nach Häusern Ausschau. Gestern waren wir eines anschauen (siehe Bild oben links, zum vergrössern anklicken), weil ich am Dienstag, wenn der offizielle Besichtigungstermin ist, geschäftlich in Oslo bin. Das Haus wird schon über hundert Tage zum Verkauf angeboten, doch der Preis war uns zu hoch. Nun wurde der Preis um 850’000 NOK (etwa 135’000 CHF) heruntergesetzt und zu einer neuen Besichtigung eingeladen. Erneut ist das Haus eigentlich etwa zu gross (280 m2), doch da hätten wir wenigsten Platz für Besuch, für eine Werkstatt und für ein Wäschezimmer. Es wird also nächste Woche wieder spannend. Hoffentlich finden die Verkäufer nicht zu viele und zu finanzstarke Mitbewerber. Falls wir das Haus kaufen würden, müssten wir die Wohnung zum Verkauf bereit machen und zügeln. Es würde uns in diesem Fall sicher nicht langweilig werden.
Letzte Woche musste ich in neue Spikepneus fürs Velo investieren. Die alten hatte ich im Januar 2007 als eine meiner ersten Anschaffungen in Norwegen gekauft. Am Dienstag hatte ich einen Platten und bei näherer Inspektion war klar, dass ein Spike nach innen in den Pneu gestochen hatte. Nun habe ich Marathon Spikepneus von Schwalbe mit Kevlareinlage und hoffe, dass es länger dauert, bis die Spikes nach innen durchbrechen. Ich konnte die Pneus letzte Woche schon testen, da das erste Mal Schnee und Eis auf dem Strasse lag.
Mit dem Velo bin ich zurzeit etwas langsamer und kürzer unterwegs. Das liegt nicht nur am Wind, am Eis, am Dynamo und an den Spikepneus, sondern auch daran, dass ich einen Mitpassagier oder eine Mitpassagierin habe. Diese/r hat begonnen fleissig zu zappeln, vor allem dann, wenn ich mich aus dem Sofa ausstrecke. Das ‚estimated date of arrival’ des neuen Mitbewohner oder der neuen Mitbewohnerin ist der 18. Mai, was bedeutet, dass ich noch bis Ende April arbeiten werde. Nach der Geburt muss ich noch mindestens 6 Wochen zu Hause bleiben. Der Vater muss 12 Wochen der restlichen 51 (mit 80% des Beitrages) oder 41 (mit 100% des Beitrages) Wochen Elternurlaub nehmen. Den Rest können wir aufteilen, wie wir wollen. Wie wir den Rest aufteilen ist noch offen. Überhaupt gedenken wir keine grossen Vorbereitungen zu treffen. Es ist früh genug, wenn dass Kind gesund und munter auf der Welt ist.

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2011, Bericht LXLII

In Ferienbericht_, Uncategorized, Wochenbericht am 26. Dezember 2011 von braendli

Ich sitze hier im mit Schaffellen belegten Lehnstuhl mit hochgelagerten Beinen und esse Weihnachtsguetzli. Die Spitzbuben sind etwas dunkel (fast Negerli), weil ich während des Backens mit meiner Mutter telefonierte. Draussen pfeift der Wind um die Ecken, es regnet immer wieder und es ist heute kaum Tag geworden. Typisches Weihnachtswetter für diese Region, lasse ich mir sagen. Etwas weiter im Norden, etwa zwischen Bergen und Trondheim hat es heute Nacht sehr kräftig gestürmt. Viele Haushalte sind ohne Strom, Telefon- und Mobilnetz, Strassen sind gesperrt und zurzeit fährt im ganzen Land kein Zug. Man sagt, es sei mehr als dreissig Jahre her, seit es so stark gestürmt habe. Bis 200 km/h wurden gemessen, dann brach die Messung ab. Es ist der Messstation wohl gleich ergangen, wie den Verkehrsampeln und –schildern, die einfach abgeknickt wurden. Segelschiffe wurden aufs Land gespült und Asphaltplätze aufgerissen und in Kiesplätze umgewandelt. Zum Glück hat man bis jetzt noch von keinem Personenschaden gehört.
Die letzten beiden Tage habe ich das erste Mal Weihnachten in Westnorwegen gefeiert. Die Weihnachtsessen sind hier regionabhängig. Bei Øyvinds Mutter in Oslo gibt es Schweineseite mit knuspriger Kruste/Schwarte, hier im Westen gesalzene und getrocknete Schafrippli mit Kartoffeln und Bodenrübenpuree. Ich kann mir delikateres Weihnachtsessen vorstellen, aber bei den traditionsliebenden Norweger kommt selten neues auf den Weihnachtstisch. Zum Dessert gab es eine Mischung aus Milchreis und Schlagrahm, in welcher eine geschälte Mandel versteckt ist. Wer die Mandel findet, bekommt ein kleines Geschenk und hat im nächsten Jahr Glück.
Alle Geschenke werden am Heilig Abend ausgepackt, auch die von den Grosseltern oder anderen Leuten, die man über Weihnachten besucht. Mir hat es immer gefallen, dass es im Laufe der Weihnachtszeit mehrmals Päckli gab und für die Geber ist es doch auch schön, wenn sie beim Auspacken zusehen können. Es wird auch nicht so viel auf einmal. In Norwegen gibt es für die Kinder oft so viele Päckli, dass ihnen das Auspacken gegen den Schluss verleidet.
Wir waren am Heilig Abend bei Øyvinds Vater und dessen Frau zu diesen Schafrippli eingeladen. Wir hatten es schön ruhig, da keine Kinder anwesend waren. Das war gut so, denn Øyvind und ich waren etwas müde nach der Heimreise von Gran Canaria, die schon um vier Uhr morgens begonnen hatte. Am ersten Weihnachtstag war dann die ganze Familie mit Kind und Kegel zum Truthahnschmaus versammelt. Zum Truthahn gab es Kartoffeln, Blumenkohl, Rüebli und Waldorfsalat. Ich habe mich gerade schlau gemacht und herausgefunden, dass dieser aus Kohl, blauen Trauben, Baumnüsse, Äpfel, Stangensellerie und Ananas bestehender und in Mayonnaise und Schlagrahm ertränkter Salat, seinen Namen nicht etwa von den Anthroposophen und Rudolf Steiner hat, sondern vom Hotel Waldorf in New York, das diesen Salat 1896 das erste Mal servierte.
Wie schon erwähnt waren wir auf Gran Canaria. Wir haben eine Woche Licht und Sonne getankt und fleissig Vitamin D hergestellt. Wir waren in einer ruhigen Bungalowanlage einquartiert, die vom Golfplatz von Maspalomas umgeben ist. In der Nacht hörte man keinen Mucks, obwohl fast alle Bungalows belegt waren. Wollte man nicht im Restaurant auf der Anlage essen, musste man mindestens 15min spazieren. Uns passte das gut, doch den Festbrüdern, die mit uns im Flugzeug sassen, wäre es wohl zu abgelegen gewesen. Es war genug warm, um am Tag im T-Shirt und den kurzen Hosen auf Exkursion zu gehen. Gegen Abend kam oft Wind auf und man brauchte lange Hosen und einen Pullover. Ich war aber froh, dass ich auf Øyvind gehört hatte und die Regenjacke zu Hause gelassen hatte.

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Gran Canaria hat knapp 800’000 Einwohner und wird jährlich von 2.8 Mio. Touristen besucht (glaubt man Wikipedia). Wir haben den südlichen Teil der Insel gesehen, der steinig und wüstenartig ist. In aus Netzen, Plastik und Armierungseisen gebauten Gewächshäusern werden Tomaten, Bananen und andere Früchte gezüchtet. Das geht natürlich nicht ohne Bewässerung. Hauptsaison für den Tourismus ist der Winter, doch davon haben wir nicht viel gemerkt. Es kam uns vor, als ob man überall ein bisschen zu optimistisch geplant hätte. Parkhäuser waren mehr als halbleer, in vielen Einkaufszentren war nicht die Hälfte der Lokale ausgemietet und trotzdem baute man mehr. Wir besuchten Las Palmas mit dem öffentlichen Bus. Der raste über die Autobahn vorbei an allen Kleinwagen, dass uns etwas Angst wurde. Las Palmas war fast eine Geisterstadt. Wo waren all die Leute und Touristen? Wir haben weder diese noch die schönen Ecken der Stadt gefunden. An einem anderen Tag nahmen wir den Bus nach Puerto Mogan, das als Venedig ‚en miniature’ verkauft wird. Wir hatten uns in einer Stunde ein Bild von den zwei Kanälen und den fünf Fischerbooten gemacht. Dazu gab es eine Menge Souvenirramschläden und einen Lebensmittelladen, der sogar norwegischen Kaffee und Sirup verkaufte. Zweimal marschierten wir dem Strand entlang von Las Playas Ingles nach Maspalomas. Wir kamen uns beide Male vor wie auf einer Radiowanderung, obwohl wir unser Bungalow vor neun Uhr morgens verlassen hatten. Zum Baden war es uns aber zu kalt und die die runden Steine, an welchen man ab und zu die Zehen anstiess, machten ein Bad auch nicht mehr einladend.
Versteht mich nun nicht falsch, des Lichtes wegen hat sich die Reise wirklich gelohnt und es war interessant, die Umgebung auszukundschaften, doch nächstes Mal fliegen wir an einen anderen Ort oder suchen uns auf alle Fälle eine Bleibe auf die andere Seite der Insel.

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2011, Bericht LXLI

In Uncategorized, Wochenbericht am 27. November 2011 von braendli

Das Haus hat ein andere gekauft. Wir wollten nicht mehr bezahlen. So geht die Suche weiter. Wir sind gespannt, wann und wo es für uns klappt. In der Preisklasse, in welcher wir uns zurzeit umschauen, gibt es auch grosse niegelnagelneue Wohnungen zu kaufen. Wir würden uns vier Zimmer wünschen, so dass wir die Gäste nicht in der Werkstatt einquartieren müssten und das ist eine Rarität. Ihr werdet sicher weiter von der Haus-/Wohnungssuche lesen.
Schon das ganze Wochenende herrscht draussen Sturm. Das bedeutet neben Regen und starkem Wind auch, dass es am Morgen lange nicht hell wird. Heute wollte ich mich um halb neun, nach dem Zmorgen und ausführlichem ’NZZ am Sonntag’ lesen, wieder ins Bett legen. Ich mochte bei solchen Lichtverhältnissen kaum aufwachen. Da holte Øyvind mein Velo aus der Garage und begann die Kalipern der Hinterbremsen zu ersetzen. Da konnte ich mich natürlich nicht aufs Ohr legen sondern musste helfen oder besser gesagt, die Assistentin spielen. Anschliessend haben wir einen Wartungslog auf Excel gemacht. Diesen haben ich angehängt, falls jemand etwas Ähnliches für ein anderes Instrument oder Vehikel machen möchte.
Bei solchen Lichtverhältnissens ist es gut, dass wir letzte Woche Ferien in südlichen Breitengraden gebucht haben. Wir fliegen die Woche vor Weihnachten nach Gran Canaria Licht tanken und sind rechtzeitig für den Heilig Abend zurück (Ankunft 13.00, hoffentlich hat der Flieger nicht Verspätung). Ich bin zwar ein bisschen skeptisch zu dieser Touristdestination, aber das muss man bei Direktflügen wohl in Kauf nehmen. Und der nächste Bericht kann schon ein Ferienbericht mit schönen Bildchen sein.
Nach der Veloreparation machte ich ’Myrtas Schokoladenkugeln’. Die stehen nun, wie die gestern gemachten Chräbeli zum Trocken herum. Nach dem Zubereiten des Stockfisches, den es heute zum Znacht gibt, wird dann die erste Rund Weihnachtsguetzli gebacken. Ich bin sehr gespannt auf meine Chräbeli-Première. Nächstes Wochenende folgt eine zweite Runde und dann versende ich ein paar Päcklein zur Versüssung der Adventszeit.
Aber zurück zum Sturm. Er hat in Nordnorwegen grosse Schäden angerichtet. Der Wind hatte an mehreren Orten Orkanstärke. Am Schlimmsten hat es die Lofoten getroffen. Auf Værøy hat es den Asphalt auf dem Helikopterlandeplatz abgedeckt. Es sieht dort nun aus wie auf einem Kiesplatz. Die ganze Insel ist von der Umwelt abgeschnitten, da auch keine Fähren fahren können. Zum Glück ist niemand gestorben. Auf einigen Plattformen ist die Ölproduktion eingestellt. Die Wellen sind dort über dreissig Meter hoch. Und heute Abend kommt ein neuer Sturm, diesmal über Südnorwegen. Das heisst aber nicht, dass es bei uns bis jetzt nicht gewindet hat… Bei so starken Winden, wird auch das Meer gegen das Land gedrückt und der Meeresspiegel steigt viel höher als bei der täglichen Flut. Ein paar Dörfer standen dadurch unter Wasser.
Zum Schluss noch wie versprochen das Rezept für selbst gemachte Knuspermüeslimischung. Ich kann es nur empfehlen. Ihr werdet überrascht sein, wie stark drei Esslöffel Honig süssen.

Knuspermüeslimischung
2 ½ dl Haferflocken
3 dl andere Flocken, zum Beispiel 5-Korn Flocken aus der Migros
½ dl Sonnenblumenkerne
½ dl Leinsamen
½ dl Sesam (die gibt’s bei Coop)
30 g Baumnüsse/Mandeln/Hasselnüsse gehackt
3-4 EL Honig
3 EL heisses Wasser
1 dl Rosinen
½ TL Zimt

Flocken, Sonneblumenkerne, Leinsamen, Sesam und Nüsse in einer Schüssel mischen. Honig mit dem heissen Wasser mischen und in die Flockemischung rühren. Die Mischung in eine mit Backpapier ausgelegte Form geben und bei 180 Grad ca. 20 Minuten backen. Die Müeslimischung während des Backens ab und zu etwas wenden. Nach dem Backen Zimt und Rosinen beigeben und abkühlen, bevor man die Müeslimischung in eine Dose versorgen kann.

Vedlikeholdslogg-Rød sykkel

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2011, Bericht LXL

In Uncategorized, Wochenbericht am 6. November 2011 von braendli

Das Haus ist (noch) nicht gekauft. Wir haben diese Woche ein neues, höheres Angebot gemacht, aber der Verkäufer hat es abgelehnt. Er ist uns dann mit 50’000 NOK entgegen gekommen, aber uns war ein Preisabschlag von einem Prozent zu dumm. Das Haus ist noch nicht verkauft, der Makler und der Verkäufer suchen noch immer mit Zeitungsinseraten nach Käufern, die den vollen Preis, am liebsten gestern, bezahlen wollen. Wir verfolgen den Fall weiterhin, haben aber dieses Haus eher abgeschrieben, weil der Verkäufer nicht mit sich verhandeln lässt.
Dieses Wochenende haben wir das erste Mal dieses Jahr Lutefisk (Stockfisch) gegessen und diesen das erste Mal überhaupt selbst zubereitet. Ich zitiere mich hier selbst aus einem älteren Bericht „Lutefisk ist ein traditionelles norwegisches Winterfischgericht. Der Fisch ist sieben mal getötet: 1. gefischt, 2. getrocknet, 3. gesalzen, 4. gewässert, 5. in Lauge (auf norwegisch Lut) eingelegt, 6. gekocht, 7. verspiesen. Durch dieses Prozedere erhält der Fisch eine gelatinähnliche und glasige Konsistenz. Lutefisk wird mit Kartoffeln und Erbsenpaste (gekochte grüne Erbsen, die vermanscht sind) serviert. Senf und Speck, der in ausgelassenem Fett schwimmt, gibt dem geschmacklich etwas langweiligen Fisch den nötigen Pfiff.“ Das Erbsenmus hat Verbesserungspotential, und der Fisch war nicht der beste, den wir uns vorstellen konnten, doch gut war es trotzdem. Daneben habe ich gestern die Himbeeren im Gefrierer zu Konfitüre verarbeitet, so dass wir dort Platz haben für die Bolognese Sauce und die Hackfleischkugeln, die Øyvind heute macht. Zum Zmorgen gab es selber gemachte Aufbackbrötli und um die Backofenwärme auszunutzen habe ich noch vor dem Zmorgen eine Apfelwähe gemacht. Die Äpfel dazu haben wir bei unsere Eier-und Gemüsefrau gekauft und weil ihre Schwiegertochter noch nicht im Laden war, war für uns alles billiger.
Heute Morgen habe ich Øyvind von Andi und Brigitte erzählt, die seit sie ein Passevite haben, keinen Stocki mehr kaufen. Er reagierte auf diese Schilderung mit dem Wunsch, dass eine Küchenmaschine (siehe voriger Bericht) auch einen Passevite-Anschluss haben sollte. Und sowieso eine Kaffeemühle mit einstellbarem Mahlgrad gibt es auch nicht. Den Kaffeemühlewunsch habe ich Kenwood soeben mitgeteilt.
Ihr seht, wenn es bei uns nicht ums Velo geht, dann geht es hier ums essen. Und darum zum Schluss noch ein Rezept. Letzte Woche war ich an der Reihe, mich speziell um meine Arbeitskollegen zu kümmern. Ich backte ihnen eine Quarktorte, um zu zeigen, wofür wir in der Schweiz unter anderem Quark brauchen. Meine Firma stellt zwar Quark her, aber ich habe das Gefühl, dass man nicht recht weiss, wofür man Quark verwenden soll. Das nächste Mal muss ich wohl Quarkgnocci servieren ;) . Also, hier das Rezept:

Gebackene Quarktorte

Für eine runde Springform mit einem Durchmesser von 28-30 cm.

Streusel:
250 g Mehl (75 g Vollkornmehl, Rest Weissmehl)
90 g Zucker
1 TL Backpulver
1 TL Vanillezucker
1 Eigelb
Saft von einer halben Zitrone
125 g Butter

Gib Mehl, Zucker, Backpulver und Vanillezucker in eine Schüssel und mischen. Das Eigelb auf die Mehlmischung legen. Butter in einer Pfanne schmelzen und abkühlen. Zitronensaft zum Butter geben und alles zu einem Streuselteig verarbeiten. ¾ des Teiges als Boden und Rand in die Springform drücken.

Füllung:
125 g Butter
150 g Zucker
5 Eier (und ein Eiweiss vom Streusel)
3 EL Griess
1 Zitrone (Schale und Saft)
750 g Quark (geht gut mit Magerquark)

Butter, Zucker und Eigelb schaumig rühren. Griess, Zitrone (Saft und Schale) und Quark beigeben und gut mischen. Eiweisse steif schlagen und unter die Quarkmischung ziehen. Die Füllung in die Springform geben und den Rest des Streuselteiges darüber streuen. Die Torte bei 180-200 Grad in ca. 50 Minuten backen. Ohne zu öffnen noch 10 Minuten im abgestellten Backofen stehen lassen. Am Besten aus dem Kühlschrank servieren.

Viel Spass beim Backen, nächstes Mal dann ein Rezept für selbstgemachte Knuspermüeslimischung.

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2011, Bericht LXXXIX

In Uncategorized, Wochenbericht am 29. Oktober 2011 von braendli

Schon länger denke ich, dass ich euch bald wieder von einer Versteigerungsrunde eines Hauses (siehe Bild, mit Link zu der Anzeige) berichten kann, aber der Verkäufer will nicht mit uns in Verhandlung treten. Unser erstes Angebot hat er als zu tief abgelehnt. Zum Glück für uns, leider für den Verkäufer, scheint es keine anderen Interessenten zu haben. Daher wurde Ende dieser Woche eine neue Inseratekampagne aufgegeben. Wir sind jedoch etwas skeptisch, dass sich am Montag viele Interessenten das Haus anschauen wollen. Erstens war es nun schon fast drei Wochen auf dem Internet und die Besichtigung kommt etwas kurzfristig auf die Neuinserierung. Ich werde gegen Ende der Besichtigung vorbeigehen und schauen, wie viele sich auf die Liste eingetragen haben. Auf der Liste sammelt der Makler alle, die informiert werden wollen, wenn jemand ein neues Angebot macht. Es ist spannend zu sehen, ob nun etwas Schwung in den Verkauf kommt oder ob die Verkäufer irgendwann angekrochen kommen und doch mit uns verhandeln wollen. Die Lage des Hauses würde uns sehr gefallen. Einziges Minus ist die Grösse des Hauses. Elf Zimmer hätten wir nicht nötig und zurzeit ist das Haus nicht so eingerichtet, dass man einen Teil ausmieten könnte. Wir werden sehen…
Wir schauen uns auch schon länger wegen eine Küchemaschine um und heute habe ich, ja fast einen halben Tag, mit etwas muss man ja die Zeit verbringen, wenn es draussen dunkel wird, auf dem Internet Küchenmaschinen studiert. Ich kann feststellen, dass die Kenwoodmaschine, die auch noch Kochen kann, einfach (noch?) zu teuer ist. Aber es wäre toll, wenn man Milchreis aufsetzen könnte und dieser dann unter Rühren von alleine mit Timer und Thermostat kocht. Die Preisempfehlung von Kenwood für die Chef Cooking ist 1950 CHF. Auf dem Internet bekommt man das Modell für ungefähr 1100 CHF.
Ohne Kochfunktion, kommen eine 1500W Maschine von Kenwood und eine 1400 (gibt es glaub nicht in der Schweiz) oder 1600 Watt Maschine von Bosch in Frage. Wir denken, es würde uns ärgern, wenn die Maschine an ihre Leistungsgrenze käme, wenn wir Fisch durch den Fleischwolf lassen wollen. Preise und Zubehör zu vergleichen, ist nicht leicht. Und dann muss ich ja noch in zwei Länder recherchieren…
Es gibt von Bosch und Kenwood die Küchenmaschine und den Zubehör einzeln zu kaufen oder es gibt Sets. Diese Sets enthalten jedoch für uns unbrauchbare Teile und daher musste ich herausfinden, welche Kombinationen von Einzelteilen und Sets am billigsten sind, wie schon erwähnt in zwei Ländern. Meine Schlussfolgerung: Kenwood am besten im Set (mit unerwünschter Zitronenpresse und Gewürzmühle) und einzeln Foodprozessor in der Schweiz kaufen. Falls das Transportproblem unlösbar wird, ist es auch möglich nur die Zubehöre in der Schweiz zu kaufen. Bei Bosch sind die Preisunterschiede zwischen Norwegen und der Schweiz kleiner. Bei 1400 W Lösung spart man 100 CHF gegenüber Kenwood, bei der 1600W Maschine kommt man etwas teurer weg. Es bleibt also ein Bauchentscheid, ob wir Kenwood oder Bosch kaufen. Aber gut, habe ich eine Übersicht in Excel erstellt, um das herauszufinden. Und heute haben wir einen Staubsauger gekauft ;)
Ansonsten nähte ich in der letzte Zeit ein paar Puppenkleider für einen Adventskalender, der nun auf dem Weg in die Schweiz ist. Auch nähte ich aus einer Sicherheitswarnveste, Sicherheitsärmel. Ich hoffe mit diesen in der Dunkelheit auf dem Velo weniger zu schwitzen, als mit einer Veste. Mal sehen, ob meine Idee auch funktioniert, wie ich es mir vorgestellt habe. Es liegt auch ein ärmelloser Pulli in meinem Strickkorb. Mir gefielen die Armansätze nicht, so machte ich den ganzen Brustteil wieder auf. Ihr seht, mir wird es auch im Herbst nicht langweilig.
Øyvind reist morgen, zum letzten Mal für dieses Jahr, offshore. Er kommt am Dienstag wieder zurück. Wir hoffen, dass diesmal alles gut geht. Das letzte Mal ist er mit einem Krampfanfall (ein epileptischer Anfall ohne wirre Hirnströmungen) in Bergen im Spital gelandet. Weil er direkt aus dem Helikopter und dem Rettungsanzug in den Krankenwagen gelegt wurde, hatte er keine Schuhe. Ohne Schuhe wollte man ihn nicht aus dem Spital entlassen, obwohl er vom Arzt für gesund erklärt wurde. Man kam glücklicherweise zur Einsicht, dass es sehr dumm gewesen wäre, wenn ich ihm mit dem Flieger ein paar Schuhe hätte bringen müssen… Gestern hatte Øyvind frei und ich durfte mich über selbstgebackene Hefe-Zimt-Rollen freuen als ich nach Hause kam. Sehen sie nicht glustig aus? Natürlich stand auch Zmittag auf dem Tisch. Und heute machte er Hackfleischkugeln in brauner Sauce. Ihr seht mir geht es gut!

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