Das Haus ist (noch) nicht gekauft. Wir haben diese Woche ein neues, höheres Angebot gemacht, aber der Verkäufer hat es abgelehnt. Er ist uns dann mit 50’000 NOK entgegen gekommen, aber uns war ein Preisabschlag von einem Prozent zu dumm. Das Haus ist noch nicht verkauft, der Makler und der Verkäufer suchen noch immer mit Zeitungsinseraten nach Käufern, die den vollen Preis, am liebsten gestern, bezahlen wollen. Wir verfolgen den Fall weiterhin, haben aber dieses Haus eher abgeschrieben, weil der Verkäufer nicht mit sich verhandeln lässt.
Dieses Wochenende haben wir das erste Mal dieses Jahr Lutefisk (Stockfisch) gegessen und diesen das erste Mal überhaupt selbst zubereitet. Ich zitiere mich hier selbst aus einem älteren Bericht „Lutefisk ist ein traditionelles norwegisches Winterfischgericht. Der Fisch ist sieben mal getötet: 1. gefischt, 2. getrocknet, 3. gesalzen, 4. gewässert, 5. in Lauge (auf norwegisch Lut) eingelegt, 6. gekocht, 7. verspiesen. Durch dieses Prozedere erhält der Fisch eine gelatinähnliche und glasige Konsistenz. Lutefisk wird mit Kartoffeln und Erbsenpaste (gekochte grüne Erbsen, die vermanscht sind) serviert. Senf und Speck, der in ausgelassenem Fett schwimmt, gibt dem geschmacklich etwas langweiligen Fisch den nötigen Pfiff.“ Das Erbsenmus hat Verbesserungspotential, und der Fisch war nicht der beste, den wir uns vorstellen konnten, doch gut war es trotzdem. Daneben habe ich gestern die Himbeeren im Gefrierer zu Konfitüre verarbeitet, so dass wir dort Platz haben für die Bolognese Sauce und die Hackfleischkugeln, die Øyvind heute macht. Zum Zmorgen gab es selber gemachte Aufbackbrötli und um die Backofenwärme auszunutzen habe ich noch vor dem Zmorgen eine Apfelwähe gemacht. Die Äpfel dazu haben wir bei unsere Eier-und Gemüsefrau gekauft und weil ihre Schwiegertochter noch nicht im Laden war, war für uns alles billiger.
Heute Morgen habe ich Øyvind von Andi und Brigitte erzählt, die seit sie ein Passevite haben, keinen Stocki mehr kaufen. Er reagierte auf diese Schilderung mit dem Wunsch, dass eine Küchenmaschine (siehe voriger Bericht) auch einen Passevite-Anschluss haben sollte. Und sowieso eine Kaffeemühle mit einstellbarem Mahlgrad gibt es auch nicht. Den Kaffeemühlewunsch habe ich Kenwood soeben mitgeteilt.
Ihr seht, wenn es bei uns nicht ums Velo geht, dann geht es hier ums essen. Und darum zum Schluss noch ein Rezept. Letzte Woche war ich an der Reihe, mich speziell um meine Arbeitskollegen zu kümmern. Ich backte ihnen eine Quarktorte, um zu zeigen, wofür wir in der Schweiz unter anderem Quark brauchen. Meine Firma stellt zwar Quark her, aber ich habe das Gefühl, dass man nicht recht weiss, wofür man Quark verwenden soll. Das nächste Mal muss ich wohl Quarkgnocci servieren
. Also, hier das Rezept:
Gebackene Quarktorte
Für eine runde Springform mit einem Durchmesser von 28-30 cm.
Streusel:
250 g Mehl (75 g Vollkornmehl, Rest Weissmehl)
90 g Zucker
1 TL Backpulver
1 TL Vanillezucker
1 Eigelb
Saft von einer halben Zitrone
125 g Butter
Gib Mehl, Zucker, Backpulver und Vanillezucker in eine Schüssel und mischen. Das Eigelb auf die Mehlmischung legen. Butter in einer Pfanne schmelzen und abkühlen. Zitronensaft zum Butter geben und alles zu einem Streuselteig verarbeiten. ¾ des Teiges als Boden und Rand in die Springform drücken.
Füllung:
125 g Butter
150 g Zucker
5 Eier (und ein Eiweiss vom Streusel)
3 EL Griess
1 Zitrone (Schale und Saft)
750 g Quark (geht gut mit Magerquark)
Butter, Zucker und Eigelb schaumig rühren. Griess, Zitrone (Saft und Schale) und Quark beigeben und gut mischen. Eiweisse steif schlagen und unter die Quarkmischung ziehen. Die Füllung in die Springform geben und den Rest des Streuselteiges darüber streuen. Die Torte bei 180-200 Grad in ca. 50 Minuten backen. Ohne zu öffnen noch 10 Minuten im abgestellten Backofen stehen lassen. Am Besten aus dem Kühlschrank servieren.
Viel Spass beim Backen, nächstes Mal dann ein Rezept für selbstgemachte Knuspermüeslimischung.



Liebe Rahel
Ich hätte noch ein Rezept für “Russischen Zupfkuchen” beizusteuern, in dem ebenfalls 750g Quark verarbeitet werden. Also, falls Du Interesse hast, deine KollegInnen weiter zu bebacken….
Für die herzhafte Variante schlage ihnen doch mal “Pellkartoffeln (Gschwelti) mit Kräuterquark” vor. Bei uns im sächsischen Raum ein Klassiker, der in einigen Teilen der Region noch mit Leinöl gereicht wird.
Liebe Grüsse
Diana
Super, du kannst mir das Rezept für russischen Zupfkuchen gerne senden oder posten. Und Gschwellti mit Kräuterquark, das mag ich seeeehrrr gut, und dazu muss es auch Käse geben, aber was macht man mit einem Mann der keinen Käse mag? Ja ein Plätzli braten. En guete Tag wüsche ich