Das Haus hat ein andere gekauft. Wir wollten nicht mehr bezahlen. So geht die Suche weiter. Wir sind gespannt, wann und wo es für uns klappt. In der Preisklasse, in welcher wir uns zurzeit umschauen, gibt es auch grosse niegelnagelneue Wohnungen zu kaufen. Wir würden uns vier Zimmer wünschen, so dass wir die Gäste nicht in der Werkstatt einquartieren müssten und das ist eine Rarität. Ihr werdet sicher weiter von der Haus-/Wohnungssuche lesen.
Schon das ganze Wochenende herrscht draussen Sturm. Das bedeutet neben Regen und starkem Wind auch, dass es am Morgen lange nicht hell wird. Heute wollte ich mich um halb neun, nach dem Zmorgen und ausführlichem ’NZZ am Sonntag’ lesen, wieder ins Bett legen. Ich mochte bei solchen Lichtverhältnissen kaum aufwachen. Da holte Øyvind mein Velo aus der Garage und begann die Kalipern der Hinterbremsen zu ersetzen. Da konnte ich mich natürlich nicht aufs Ohr legen sondern musste helfen oder besser gesagt, die Assistentin spielen. Anschliessend haben wir einen Wartungslog auf Excel gemacht. Diesen haben ich angehängt, falls jemand etwas Ähnliches für ein anderes Instrument oder Vehikel machen möchte.
Bei solchen Lichtverhältnissens ist es gut, dass wir letzte Woche Ferien in südlichen Breitengraden gebucht haben. Wir fliegen die Woche vor Weihnachten nach Gran Canaria Licht tanken und sind rechtzeitig für den Heilig Abend zurück (Ankunft 13.00, hoffentlich hat der Flieger nicht Verspätung). Ich bin zwar ein bisschen skeptisch zu dieser Touristdestination, aber das muss man bei Direktflügen wohl in Kauf nehmen. Und der nächste Bericht kann schon ein Ferienbericht mit schönen Bildchen sein.
Nach der Veloreparation machte ich ’Myrtas Schokoladenkugeln’. Die stehen nun, wie die gestern gemachten Chräbeli zum Trocken herum. Nach dem Zubereiten des Stockfisches, den es heute zum Znacht gibt, wird dann die erste Rund Weihnachtsguetzli gebacken. Ich bin sehr gespannt auf meine Chräbeli-Première. Nächstes Wochenende folgt eine zweite Runde und dann versende ich ein paar Päcklein zur Versüssung der Adventszeit.
Aber zurück zum Sturm. Er hat in Nordnorwegen grosse Schäden angerichtet. Der Wind hatte an mehreren Orten Orkanstärke. Am Schlimmsten hat es die Lofoten getroffen. Auf Værøy hat es den Asphalt auf dem Helikopterlandeplatz abgedeckt. Es sieht dort nun aus wie auf einem Kiesplatz. Die ganze Insel ist von der Umwelt abgeschnitten, da auch keine Fähren fahren können. Zum Glück ist niemand gestorben. Auf einigen Plattformen ist die Ölproduktion eingestellt. Die Wellen sind dort über dreissig Meter hoch. Und heute Abend kommt ein neuer Sturm, diesmal über Südnorwegen. Das heisst aber nicht, dass es bei uns bis jetzt nicht gewindet hat… Bei so starken Winden, wird auch das Meer gegen das Land gedrückt und der Meeresspiegel steigt viel höher als bei der täglichen Flut. Ein paar Dörfer standen dadurch unter Wasser.
Zum Schluss noch wie versprochen das Rezept für selbst gemachte Knuspermüeslimischung. Ich kann es nur empfehlen. Ihr werdet überrascht sein, wie stark drei Esslöffel Honig süssen.
Knuspermüeslimischung
2 ½ dl Haferflocken
3 dl andere Flocken, zum Beispiel 5-Korn Flocken aus der Migros
½ dl Sonnenblumenkerne
½ dl Leinsamen
½ dl Sesam (die gibt’s bei Coop)
30 g Baumnüsse/Mandeln/Hasselnüsse gehackt
3-4 EL Honig
3 EL heisses Wasser
1 dl Rosinen
½ TL Zimt
Flocken, Sonneblumenkerne, Leinsamen, Sesam und Nüsse in einer Schüssel mischen. Honig mit dem heissen Wasser mischen und in die Flockemischung rühren. Die Mischung in eine mit Backpapier ausgelegte Form geben und bei 180 Grad ca. 20 Minuten backen. Die Müeslimischung während des Backens ab und zu etwas wenden. Nach dem Backen Zimt und Rosinen beigeben und abkühlen, bevor man die Müeslimischung in eine Dose versorgen kann.


